Oberpfalz


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Baum aus Waldmünchen Christbaum für Petersplatz kommt aus der Oberpfalz

Der Christbaum auf dem Petersplatz in Rom kommt heuer aus der Oberpfalz. Anfang Dezember werden die "Schwarzen Panduren" vom Trenckverein aus Waldmünchen eine 25 Meter hohe Fichte fällen und dem Papst schenken.

Stand: 28.11.2013

Der Verein organisiert jedes Jahr historische Freilichtspiele in dem bayerisch-böhmischen Grenzort. Schirmherr der seit Monaten vorbereiteten Aktion ist Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Seit 1982 wird auf dem Petersplatz ein Christbaum aufgestellt, der jedes Jahr aus einem anderen Land stammt.

Zum zweiten Mal aus Waldmünchen

Als erstem Ort wird nun Waldmünchen diese Ehre zum zweiten Mal zuteil. Einige Akteure wie der Chamer Landrat Franz Löffler und der Regensburger Prälat Max Hopfner waren schon 1984 dabei. Damals sei der Baum noch an der Grenze politisch getrennter Systeme gefällt worden, heute komme er "aus der Mitte Europas", freuen sich die Oberpfälzer.

Pilgergruppe am 13. Dezember in Rom

So wird's gemacht

Fällung und Anlieferung des Baumes sind mit großem Aufwand verbunden. Zum Einsatz kommen ein Teleskopkran, ein Bundeswehrhubschrauber und ein Tieflader, mit dem der sechs Tonnen schwere Baum über Regensburg und München in sechs Tagen nach Rom transportiert wird. Eine Polizeieskorte wird ihn am Stadtrand in Empfang nehmen und zum Petersplatz begleiten, wo er am 6. Dezember aufgestellt werden soll. Die Fällung ist für 27. November um 8 Uhr geplant. Auf dem Bild ist die für den Petersplatz ausgewählte Fichte mit den beiden Organisatoren der Aktion zu sehen: Andreas Bierl, Vorstand der Schwarzen Panduren (links) und Alois Frank, Vorstand der Trenckfestspiele Waldmünchen (rechts).

Die feierliche Illumination während einer Generalaudienz mit Papst Franziskus ist für den 13. Dezember vorgesehen. Dafür hat sich aus Waldmünchen eine Pilgergruppe mit 250 Personen angesagt.

Besuch bei Benedikt XVI. im Juli

Besuch bei Benedikt XVI.

Eine Delegation aus Waldmünchen war im Juli von Benedikt XVI. in Rom empfangen worden. Bei der etwa einstündigen Unterredung im bayerischen Dialekt stellte sich heraus, dass er sich noch gut an diesen ersten Christbaum und seinen Besuch der Trenckfestspiele 1987 in Waldmünchen erinnerte. Weitere rund 40 zwei bis vier Meter hohe Bäume hat die Delegation dabei für vatikanische Ämter und "die beiden Päpste", wie es Vereinsvorstand Alois Frank ausdrückt.


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